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Im Märzen der Brauer...

Bis zur Erfindung der Kühlmaschine waren Bierbrauer auf die natürliche Kühlung der kalten Jahreszeit angewiesen. Das letzte untergärige Bier vor dem warmen Sommer, welches noch unter Ausnutzung der natürlichen Kälte gebraut werden konnte, war das „Märzen-Bier“.

Dieses Bier war besonders kräftig - mit höherem Stammwürzegehalt - damit es möglichst weit in die warme Jahreszeit hinein haltbar war. Bis 1953 wurde in Berg aus Weihern im Winter Eis herausgebrochen. Dieses wurde in Kellern eingelagert, um später das Bier während seiner Reifung zu kühlen. Mit Sägen, Stangen, Haken und großen Zangen, die man heute im Brauerei Gewölbe in Berg besichtigen kann, waren die Männer am Werk. Erst nach Erfindung der Kühlmaschine durch Carl von Linde (1871) war es möglich das Bier dauerhaft und bei wärmeren Außentemperaturen zu kühlen. 


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Seit einigen Jahren braut die Berg Brauerei für ein paar Wochen ein Märzen-Bier, wie man es wohl kaum noch kennt. Viele Bierkenner schätzen und lieben dieses charaktervolle Bier als saisonale Abwechslung. Bereits im Dezember wird aus einer Komposition aus drei Malzsorten, helles Gerstenmalz, helles und dunkles Caramalz und den zwei Hopfensorten Tettnanger Tradition und Tettnanger Aromahopfen ein Bier mit einem Stammwürzegehalt von 14,5% gemaischt. 


In der Zwei-Tank-Reifung entsteht eine Bierspezialität mit 6,1% Alkohol und einem besondereren Charakter an Geruch und Geschmack, die sich in einem herrlichen Malzkörper eingebettet wiederfinden.

Im Getränkemarkt gibt’s Märzen auch kistenweise.